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Evaluation der Tages- und Wochenpläne

Planung Durchführung
Auswertung Konsequenzen

 

 

 

 

 

 

Planung

Die Bonhoeffer-Schule evaluiert ihre Arbeit mit Tages- und Wochenplänen.

Durch das Ministerium erhielten Schulen in NRW den Auftrag, einen bedeutsamen Punkt ihres Schulprogramms zu evaluieren. Wir sollten feststellen, ob dieser Punkt für unsere Schule wirklich wichtig ist und zum guten Lernen der Kinder beiträgt.

In der Bonhoeffer-Schule sollen Kinder selbstverantwortlich und ihren eigenen Fähigkeiten entsprechend lernen können. Deshalb hat bei uns die individuelle Arbeit mit Tages- und Wochenplänen einen sehr hohen Stellenwert. Das Kollegium wählte unter anderen wichtigen Punkten deshalb die Arbeit mit Tages- und Wochenplänen als Evaluationsschwerpunkt aus.

Zwei Kolleginnen unseres Kollegiums wurden in mehrtägigen Fortbildungen zu Evaluationsberaterinnen ausgebildet. Diese spezielle Ausbildung ist zurzeit noch ein Privileg der Korrespondenzschulen.

Wir stellten uns die Frage: Woran erkennen wir gute Tages- und Wochenplanarbeit?

Für uns ist es besonders wichtig,

  • dass Schüler und Schülerinnen eine hohe Motivation zeigen
  • dass Schüler und Schülerinnen von- und miteinander lernen können/Arbeit im Team
  • dass Schüler und Schülerinnen leistungsorientiert arbeiten können
  • dass Schüler und Schülerinnen Verantwortung für Arbeit übernehmen lernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durchführung

Zu diesen Punkten haben wir eine Eltern- und Schülerbefragung vorgenommen.

Elternbefragung Schülerbefragung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Elternbefragung


Die Eltern wurden in den Klassenpflegschaftsversammlungen über die Befragung informiert und erhielten den Auftrag, ihre Kinder im Hinblick auf die vier genannten Indikatoren bei der Tages- und Wochenplanarbeit zu beobachten. In der Schulpflegschaft wurden die Eltern befragt.

 

Sie notierten ihre Beobachtungen und Meinungen. Sie können mit Klick auf den jeweiligen Apfel gelesen werden.

•  zur Motivation der Schulkinder auf grünen Äpfeln Zum Lesen klicken
•  zur Teamfähigkeit auf roten Äpfeln Zum Lesen klicken
•  zur Leistungsorientierung auf gelben Äpfeln Zum Lesen klicken
•  und zum Verantwortungsbewusstsein auf orangefarbenen Äpfeln. Zum Lesen klicken

Außerdem hatten die Eltern die Möglichkeit, den Apfelbaum durch faule Früchte (Kritik) und durch Blüten (Anregungen) zu ergänzen. Zum Lesen klicken
Es entstand der abgebildete Früchtebaum.
Früchtebaum
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schülerbefragung


Klassenintern wurde allen Schulkindern folgende Fragen gestellt:
Das Glas mit grüner Aufschrift bedeutet: "Ich finde TP- oder WoPla-Arbeit gut, weil...
Das Glas mit roter Aufschrift bedeutet: "Ich finde TP- oder WoPla-Arbeit nicht gut, weil...

Motivation

•  Ich arbeite gern mit dem Tages- und Wochenplan.

•  Ich arbeite nicht gern mit dem Tages- und Wochenplan.

   
Teamarbeit

•  Ich finde Tages- und Wochenplanarbeit gut, weil ich dann auch mit einem Partner arbeiten kann.

•  Ich finde Tages- und Wochenplanarbeit nicht gut, weil ich lieber allein arbeite..

   
Leistungsorientierung

•  Ich finde Tages- und Wochenplanarbeit gut, weil ich mir Zusatzaufgaben aussuchen darf, wenn ich die Pflichtaufgaben fertig habe.

•  Ich finde Tages- und Wochenplanarbeit nicht gut, weil ich oft nicht alles schaffe.

   
Verantwortungsbewusstsein

•  Ich finde Tages- und Wochenplanarbeit gut, weil ich mir die Reihenfolge der Aufgaben aussuchen kann.

•  Ich finde Tages- und Wochenplanarbeit nicht gut, weil ich es besser finde, wenn die Lehrerin mir genau sagt, was ich zu tun habe.

 

Jedes Kind erhielt vier bunte Pompons, die es in entsprechende Gläser werfen konnte. Anschließend wurden die Gläser aus den Klassen in die abgebildeten Gläser geschüttet.

Schülerabfrage mit Pompons
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswertung

Zur Motivation wurden 11 Statements abgegeben, davon waren 9 positiv.
Zur Teamfähigkeit waren alle 12 Statements positiv.
Zur Leistungsorientierung waren 6 von 9 Äußerungen positiv und
zum Verantwortungsbewusstsein äußerten sich 15 von 17 positiv.

Vier kritische Stimmen wünschten sich

•  mehr Wahlfreiheit und stärkere Differenzierung in der Qualität der Aufgabenstellungen
•  mehr Hilfe im 1. Schuljahr
•  mehr Zusatzaufgaben mit noch höherem Motivationscharakter
•  mehr Unterstützung bei der Zeiteinteilung, weil manche Kinder alles an einem Tag „abarbeiten“ wollen.

Als Anregungen wurde formuliert,

•  dass Eltern mehr Informationen über den Leistungsstand ihres Kindes erfahren möchten,
•  dass der Umfang der Pflichtaufgaben für leistungsschwächere Schulkinder weiter reduziert werden sollte,
•  dass die Individualisierung noch weiter verstärkt werden solle,
•  dass auch freies Vortragen geübt werden solle,
•  auch in Klasse nicht nur der Tagesplan sondern auch der Wochenplan noch stärker eingesetzt werden solle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Konsequenzen

Das Bonhoeffer-Lehrerteam sah sich insgesamt in der Arbeit mit Tages- und Wochenplänen bestätigt. Sowohl Schulkinder als auch Eltern sehen in dieser Form der individuellen Arbeit in allen Bereichen einen großen Gewinn.

Als Herausforderung für die weitere Arbeit wird das Kollegium die qualitative Differenzierung unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler und Schülerinnen weiter verstärken.
Zusatzaufgaben sollen noch mehr entdeckendes Lernen ermöglichen.