Zur Startseite  

Schuladresse
Bonhoeffer-Schule

Wir über uns
Projekte/Themen
Schulleben
Musiktheater
Betreuung
Förderverein
Kinderseiten
Elterninfo




 

 

Max(i) und Moritz

[zurück zur Musiktheater-AG]

Im Rahmen von "Kultur und Schule" arbeiteten im Schuljahr 2010/2011 die Lehrerinnen der Musiktheater-AG unserer Schule erstmalig mit einer Theaterregisseurin, Ann-Britta Dohle-Mandrid, zusammen.
Das neue gemeinsame Theaterprojekt hieß "Max(i) und Moritz" nach dem Klassiker "Max und Moritz" von Wilhelm Busch, den wir als Grundlage nahmen, um daraus ein eigenes Stück "Max(i) und Moritz" zu entwickeln. Gereizt hat uns daran die "klassische-moralische" - heute fast verpönte - Darstellung von "Gut" und "Böse" auf überzogene, komische Art und Weise. Der klischeehaften Rollenzuweisung der "bösen Bubenstreiche" wollten wir mit den Kindern auf den Grund gehen, indem wir sie auf die Spitze trieben.

Projektarbeit im Rahmen von "Kultur und Schule"

Aufführung: Premiere in der Kulturwerkstatt am 29.06.2011

Teilnahme am Wettbewerb "Kinder zum Olymp"

 

 

Projektarbeit im Rahmen von "Kultur und Schule"

 

Mit diesem Projekt verfolgten wir das Ziel des Landesprogramms "Kultur und Schule" mit Hilfe der freien Künstlerin, Theaterregisseurin und Sozialpädagogin Ann-Britta Dohle-Madrid, schulische und außerschulische Kulturarbeit zu verbinden. Gleichzeitig profitierten die Musiktheater-AG Lehrerinnen der Bonhoeffer-Schule von neuen Akzenten außerschulischer Theaterarbeit. Zum implizierten interkulturellen Anspruch dieses Projekts ist es wichtig zu erwähnen, dass in unserer Theatergruppe von 26 Kindern 7 verschiedene Nationalitäten vertreten waren. Die verschiedenen interkulturellen Hintergründe flossen produktiv in die Theaterarbeit ein und bereicherten diese. Außerdem arbeiteten in unserem Projekt behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam (Inklusion).

In unserer Praxis bedeutete das/einige Beispiele:

  • kostenloser Theaterbesuch des Balletts "Max und Moritz" (Landestheater Detmold) der Musiktheater-AG Kinder in der Paderhalle am 05.11.2010 um 16 Uhr
  • Generalprobe und Premiere im Kleinkunstsaal der Kulturwerkstatt Paderborn am 27.06.2011 und 29.06.2011
  • Begegnung mit der Partnerschule Marienschule, Paderborn, durch den gegenseitigen Besuch unserer verschiedenen Max-und-Moritz-Inszenierungen
  • verschiedensprachige Sprechrituale (Sprecherziehung)
  • dem Leistungsvermögen der Kinder angepasste Rollenverteilung
   
   
   
   
Die Aufführung in 5 Szenen
Erster Streich - Witwe Bolte
Hahn und Hühner der Witwe Bolte: "Mancher gibt sich viele Müh mit dem lieben Federvieh..."
Konkurrenz der Hähne aus unserem Hühnerballett- Welcher Hahn gewinnt?

Friedliche Hühnerszene im Hühnerhof mit der stolzen Witwe Bolte - aber dann ...
Max und Moritz legen lebensgefährliche Köder aus. Die Hühner und der Hahn sterben am Apfelbaum.

"Witwe Bolte in der Kammer hört im Bette diesen Jammer. Ahnungsvoll tritt sie heraus: Ach, was war das für ein Graus! Meines Lebens schönster Traum hängt an diesem Apfelbaum!!"
   
   

Zweiter Streich - Hühnerschmaus

 

"Als die gute Witwe Bolte sich von ihrem Schmerz erholte, dachte sie so hin und her, dass es wohl das Beste wär ... Ganz im Stillen und in Ehren sie gut zu braten und zu verzehren."
Max und Moritz - auch dieses Mal boshaft, hinterlistig, frech, klauen die Hühner durch den Schornstein aus der Bratpfanne.
"Und vom ganzen Hühnerschmaus guckt nur noch ein Bein heraus."
   

Dritter Streich - Schneidermeister Böck

 

"Jeder Mann im Dorfe kannte einen, der sich Böck benannte. Altersröcke, Sonntagsröcke, lange Hosen, spitze Fräcke. Alles konnte er nähen und flicken . ... Aber Max und Moritz dachten, wie sie ihn verdrießlich machten.

Nämlich vor des Meisters Hause floss ein Wasser mit Gebrause."

   
"Ritzeratze! Voller Tücke, in die Brücke eine Lücke!"

Max und Moritz locken Meister Böck aus dem Haus. "He, heraus, du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck!"

Wütend kommt Scheidermeister Böck heraus, springt auf die Brücke und - "Kracks! Die Brücke bricht in Stücke!" "Meck, meck, meck! Plumps! Da ist der Schneider weg!"

Meister Böck kann nicht schwimmen! Er fällt in den Bach und wird von dem Gänsepaar gerettet. Seine Frau bügelt ihn anschließend zu Hause wieder trocken. "Hoch ist hier Frau Böck zu preisen! Denn ein heißes Bügeleisen, auf den kalten Leib gebracht, hat es wieder gut gemacht."
 

Vierter Streich - Lehrer Lämpel

 

"Also lautet ein Beschluss: Dass der Mensch was lernen muss!" Nur Max und Moritz widersetzten sich der Weisheit Lehren. Ein Wecker rasselt in Lehrer Lämpels Unterricht.
   
Wütend zieht er Max und Moritz aus ihrem Versteck und schleift sie an den Ohren zum Direktor.
   
Diese Kinder!
Nach dem entspannenden Orgelspiel in der Kirche jetzt zu Hause gemütlich eine Pfeife rauchen! Max und Moritz waren schneller! Sie haben in der Zwischenzeit hochexplosives Pulver in den Pfeifenkopf gesteckt.

"Rums, da geht die Pfeife los mit Getöse schrecklich groß. ... Ofen, Tisch und Sorgensitz - alles fliegt im Pulverblitz!"

"Nase, Hand ...

   
 
... Gesicht und Ohren sind so schwarz als wie die Mohren, und des Haares letzter Schopf ist verbrannt bis auf den Kopf."  
   

Fünfter Streich - Max und Moritz, liebe Jungs?

 

Max und Moritz wollen sich bessern. Sie bieten zur Wiedergutmachung eine kostenlose Waschanlage für Menschen an. Reihenweise lassen sich die Dorfbewohner von Max und Moritz "waschen".
Aber, oh Schreck!
Max und Moritz gelingt ihr fünfter böser Streich. Alle werden angemalt statt gewaschen.
Als sie das bemerken, schreien alle entsetzt und bedrohlich:

"Oh, Max und Moritz!"

   

Vielen Dank für den Applaus im Kleinkunstsaal der Kulturwerkstatt Paderborn!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder zum Olymp

 

Zum ersten Mal nahmen wir mit unserem Theaterstück "Max(i) und Moritz" am bundesweiten Wettbewerb Kinder zum Olymp teil. Mit einer mehrseitigen Projektbeschreibung, die wir mit großem Aufwand (Texte, Bilder, Videos) betrieben, gewannen wir unter rund 800 Mitbewerbern zunächst die Vorentscheidungsrunde und gelangten sogar bis in die Endrunde mit weiteren 42 Mitkonkurrenten, in der Sparte Musiktheater. Das war für uns ein großer Erfolg.