2. Individuelle Förderung/Persönlichkeitsentwicklung/ Sensibilisierung des eigenen Ich:
Was kann ich eigentlich noch?
Welche Ideen habe ich eigentlich?
Alles ist richtig, was ich sage und fühle (experimentelle Charakter)
Was kann mein Körper?
Was kann meine Stimme?
Welche Gefühle kann ich ausdrücken, darstellen?
Was kann man mit anderen Kindern, Gegenständen, Texten tun?
Wie wirken andere Kinder, Gegenstände oder Textvorlagen auf mich?
Welche Rollen mag ich, welche Verwandlungen, welche Zaubertricks…)
Was gefällt mir, was nicht?
Was möchte ich leisten, lernen, was nicht?
3. Soziale Sensibilität und Förderung im Spiel mit anderen:
Meinung äußern und vertreten
Meinungen anderer akzeptieren
Aufeinander einstellen (achtsam und rücksichtsvoll, warten, Szenenverlauf beachten, Einsatz exakt leisten)
Ausdauer in Interaktionsprozessen entwickeln (bei der Sache bleiben, sich mal ganz zurücknehmen)
Absprachen einhalten
Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit entwickeln in Bezug auf Planungen, Durchführungen und Nachbereitungen
Empathievermögen entwickeln und stärken
Gemeinschaftssinn durch Teamarbeit entwickeln
Das „Wir-Gefühl“ kennen lernen, spüren: > Gemeinsam haben wir den großen Erfolg erzielt
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4. Fachliche Kompetenzen/ Förderung intellektueller Fähigkeiten als ganzheitlicher Prozess:
Deutsch:
Texte lesen, lernen, verstehen
Texte gliedern, verstehen, interpretieren
Texte deklamieren und Freude daran gewinnen,
Texte gestalten und deren Wirkungsweisen erleben (Stimme, Szene, instrumentale Begleitung)
Artikulationsschulung
Texte selbst entwickeln
Leselust und Inspiration durch die Begegnung mit verschiedenen Texten entwickeln
Literaturgattungen kennen lernen (Geschichten, Gedichte, Libretto)
Musik:
Sich durch Musik inspirieren lassen, Gestaltungsideen entwickeln und in Szene setzen
Musikstücke verschiedener Gattungen und Darbietungsformen kennen lernen:
(Oper, Lieder, Rap, Rondo, Ballett)
Instrumente kennen lernen, spielen,
Spieltechniken und Einsatzmöglichkeiten erfahren
Musikstücke im Aufbau erkennen, gliedern und nachvollziehen (intellektuell)
Musikeinsätze erkennen, szenisch exakt drauf reagieren und gestalterisch umsetzen
Länge eines Musikstückes aushalten und in der Ausgestaltung mit tragen
Kulturelle Vielfalt erleben
Den musikalischen Erfolg genießen
Kunst:
Kostüme herstellen
Bühnenbild herstellen
Bewegungsformationen entwickeln, darstellen
Zaubertricks anwenden
Schminktechniken selbst finden, nachahmen und technisch verfeinern
Gestaltungserfahrungen mit Materialien wie Farben, Stoffen, Umweltmaterialien sammeln
Den eigenen Körper in die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten mit einbeziehen
(Bsp.:Schwanenköpfe auf der Hand, aus Pappmaché gefertigt und der Handform angepasst)
Freude an der vielseitigen Gestaltung entwickeln und Ideen verwirklichen
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5. Beispiele bisher erarbeiteter Musiktheaterstücke:
Gedichte/Lieder:
Der Zauberlehrling (J. W. von Goethe)
Die Hundeschule (J. Krüss)
Die Heinzelmännchen zu Köln (von August Kopisch)
Paff der Zauberdrache (v. Rosenstolz)
Opern:
Die Zauberflöte (W. A. Mozart)
Hänsel und Gretel ( E. Humperdinck)
Ballett:
Schwanensee (P.Tschaikowsky) als Schwarzlichttheater
Musikstücke aus der Klassik:
Eine kleine Nachtmusik (W.A.Mozart)
Bilder einer Ausstellung (Mussorksky) Bilderbücher:
Tranquilla Trampeltreu, die beharrliche Schildkröte (Michael Ende) /Bilderbuch - ein musikalisches Rondo
Zur Zeit: Der Traum des Puppenspielers (Lesebuch Bausteine, Deutsch, Zeitschrift: Sportpädagogik)
Frei kreierte Stücke:
Zeitungsprojekt aus Tageszeitungen
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Formalien:
| Ort: |
Aula |
| Zeit: |
Freitag: 5./6. Stunde |
| Mitglieder: |
ca. 20–25 Kinder der 2. und 3. Schuljahre |
| Leitung: |
Frau Schulte, Frau Schumacher-Brill |
| Dauer: |
ein Schuljahr |
| Aufführungen für: |
Kindergartengruppen, Eltern und Schüler der Bonhoefferschule, Senioren /Altenheim St. Bruno |
Vor vollem Haus gaben die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler ihr Bestes, bekamen reichlich Szenenapplaus und am Ende brodelte der Saal. Die Akteure leisteten aber auch Einiges:
Schauspieler wie Szenenkommentatoren der zweiten (!) Klassen stellten sich mit Gesang und Rezitation dem kritischen Publikum. Das erforderte nicht nur monatelange Vorbereitung, sondern auch hohe Konzentration und vor allem einigen Mut. Zurück bleibt bei den Zuschauern und Zuhörern das schöne Gefühl, eine Stunde hervorragend unterhalten worden zu sein, bei den Akteuren aber, und das ist vielleicht das Wichtigere, das Gefühl einer schweren und erfolgreich abgeschlossenen Arbeit, das Lust auf mehr macht. Dieses Gefühl ist nicht einfach zu wecken. Und durch die Entfaltung ihrer Kreativität entwickeln die Kinder ihre Intellektualität. Die künstlerisch-musische Erziehung besitzt deshalb an der Bonhoefferschule einen hohen Rang, als fächerübergreifendes Bildungsprinzip findet sie sogar im Schulprogramm ihren Niederschlag.